Das Leben ist wie ein Theaterstück. Nicht wie lange, sondern wie gut es gespielt wurde, 
darauf kommt es an.

(Seneca)


NEWS
Indien: Großdemonstration gegen Unterdrückung

Indiens „Unberührbare“ gehen auf die Straße

Symbolfoto: Dieter Schütz  / pixelio.de

BERLIN/NEU-DEHLI, 01.12.2016 | Mit einer Großdemonstration in Neu-Delhi haben sich am vergangenen Montag (28.11.) nach Veranstalterangaben mehr als 100.000 Inder gegen Gewalt, Unterdrückung und Ausgrenzung starkgemacht. Zu dem Protest hatte der Dachverband der sogenannten „Unberührbaren“ – die All India Confederation of SC/ST Organisation – unter Leitung des Politikers Udit Raj aufgerufen. Obwohl die Diskriminierung aufgrund der Kastenzugehörigkeit seit 1949 verboten ist, besteht sie vor allem in ländlichen Gebieten bis heute fort. In Indien gehören etwa 300 Millionen Menschen den „Dalits“ an. Alle 18 Minuten werden sie Opfer eines Verbrechens. Laut Raj wächst wieder die Anzahl der Attacken. Zudem würden Dalits sowohl im privaten als auch öffentlichen Sektor auf vielfältige Weise benachteiligt. Mit der Demonstration setze man sich für gleiche Rechte ein und wolle ein Zeichen gegen die Benachteiligung von Menschen setzen. Unterstützt wurde der Protest auch vom Projektpartner des christlichen Hilfswerks Geschenke der Hoffnung, der indischen Kirchenbewegung „Good Shepherd“.

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Weltweite Evangelische Allianz begrüßt „Jesus Unites“

„Der eine Leib Christi umfasst Menschen aller Nationalitäten, Staaten, Kulturen, Sprachen, aber auch Schichten und Milieus“


Thomas Schirrmacher bei seinem Grußwort in der Freien Evangelischen Gemeinde Bonn. Foto: Bonner Querschnitte

BONN, 29.11.2016 | Der für die Beziehung der Kirchen untereinander zuständige stellvertretende Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Thomas Schirrmacher, hat in einem Grußwort der WEA in der Freien Evangelischen Gemeinde in Bonn die Plattform JESUS UNITES gelobt und als vorbildlich für andere Länder bezeichnet. Sie leiste einen wichtigen Beitrag dafür, dass deutsche Kirchen, Gemeinden und Missionswerke vertrauensvoll mit der wachsenden Zahl von Migrantengemeinden, nicht-deutschsprachigen Gottesdiensten und multikulturellen Gemeinden zusammenarbeiten. Er dankte der Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Missionen und der Deutschen Evangelischen Allianz für ihre Weitsicht und ihr Engagement weit über die eigenen Mitgliedsorganisationen hinaus.

Im Rahmen der in Bonn stattfindenden Konferenz der Region West betonte Schirrmacher, es habe dem wahren Glauben nie genützt, wenn Kirche nationalistisch und ethnisch begrenzt gedacht und gelebt habe. Der Glaube an Jesus Christus transzendiere alle Grenzen von Staaten, Sprachen und Kulturen, es gebe nur einen Leib Christi, der Menschen aller Staaten, Kulturen, Sprachen, aber auch Schichten und Milieus umfasse.

Der Staat, so Schirrmacher, könne und dürfe durchaus sicherstellen, dass alle Bürger etwa durch Kenntnis einer bestimmten Sprache in der Lage seien, am öffentlichen Leben teilzunehmen, beginnend beim Schulbesuch.

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Über 100.000 Christen werden jährlich aufgrund ihres Glaubens getötet

Der EU-Sonderbeauftragte für Religionsfreiheit, Jan Figel. Foto: picture-alliance/dpa

WIEN, 28.11.2016 | Über 100.000 Christen werden jedes Jahr aufgrund ihres Glaubens getötet. Das sagte der EU-Sonderbeauftragte für Religionsfreiheit, Jan Figel, bei einer internationalen Konferenz über Christenverfolgung und die Verletzung der Religionsfreiheit am 27. November in Wien. Veranstalter war die „Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa“ (Wien). Laut Figel muss weltweit mehr gegen religiös motivierte Verfolgung getan werden. „Wer Religion und den Missbrauch von Religion nicht versteht, kann nicht verstehen, was derzeit in der Welt geschieht.“ Religion sei ein bedeutsamer weltpolitischer Faktor. 84 Prozent aller Menschen gehörten einer Religionsgemeinschaft an, 74 Prozent lebten in Ländern, in denen religiöse Freiheit unterdrückt werde.

Katholischer Weihbischof: Behörden übersehen die Diskriminierung christlicher Flüchtlinge
Laut dem katholischen Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky war die Lage von Christen weltweit noch nie so bedenklich wie heute. Auch in Europa habe sich einiges verändert, sagte Turnovszky in einem Grußwort. Es gebe zwar keine echte Verfolgung, aber erschreckende Trends von „Marginalisierung und politisch-medialer Repressalien“ sowie Drohungen gegen Organisationen, die in der Öffentlichkeit für das umfassende Lebensrecht und die Menschenwürde einträten: „Gewalttätige Gegendemonstrationen bei Pro Life-Veranstaltungen sind in vielen Ländern ,normal’ und werden medial kaum kritisiert.“ Er habe den Eindruck, dass das Konzept der Religionsfreiheit zusehends in sinnentstellender Weise umgedeutet werde: „Was ursprünglich als Freiheit für die Religionsausübung eine große Errungenschaft für das Leben entsprechend der Gewissensüberzeugung darstellte, wird mehr und mehr zur Freiheit von Religion im Sinn von Zwang zur Religionslosigkeit zumindest im öffentlichen Raum verdreht.“ Dass Europa mehr und mehr aufhöre, Menschen aufgrund ihrer religiösen Überzeugung zu schützen, treffe christliche Asylsuchende besonders hart: „Nachdem sie ihr Leben aufs Spiel setzten um nach Europa zu gelangen, schlägt ihnen hier oft erneut Gewalt, Bedrohung und Diskriminierung aufgrund ihres christlichen Glaubens entgegen, der von den staatlichen Autoritäten gerne übersehen wird.“

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Westliche Medien stellen Bürgerkrieg in Syrien einseitig dar


v. l.: Der württembergische Islam-Experte und Kirchenrat i.R., Albrecht Hauser, und der syrische Arzt Jany Haddad. Foto: idea/Schillinger

KORNTAL, 18.11.2016 |  Westliche Medien berichten einseitig über den Bürgerkrieg in Syrien. Diesen Vorwurf hat der syrische Arzt Jany Haddad (Aleppo) bei einem Vortrag in Korntal bei Stuttgart erhoben. Nach seinen Worten wird der syrische Präsident Baschar al-Assad als Mörder hingestellt, die Rebellen als Opfer. Assad setze sich aber für die Christen ein und bekämpfe die islamischen Rebellengruppen mit Hilfe Russlands. Diese Kämpfer stammten bis zu 80 Prozent aus Ländern wie England, Frankreich, Kanada, Tschetschenien, Tunesien und Afghanistan. Allein 500 seien aus Belgien gekommen. Haddad warf den genannten Ländern vor, diese Kämpfer nicht mehr aufzunehmen, nachdem sie von Assads Soldaten gefangen genommen wurden. Er beklagte auch, dass Rebellen Nahrungsmittel beschlagnahmten, die von der Regierung in den belagerten Osten Aleppos geschickt wurden. Sie verkauften diese bis zum fünfzigfachen Preis an die notleidende Bevölkerung.
Quelle: idea.de

 
Neue Luther-Bibel beim Reformationsempfang in Wien präsentiert

Henner: „Treue zu Sprache Luthers war entscheidendes Kriterium“ 
© Foto: epd/Uschmann

WIEN, 04.11.2016 | „Was erwartet die Leserinnen und Leser der neuen Luther-Bibel? Mehr Luther erwartet die Leserinnen und Leser auf alle Fälle“, sagte Jutta Henner, Direktorin der Österreichischen Bibelgesellschaft, beim diesjährigen Reformationsempfang am 3. November im Wiener Odeon-Theater. Henner präsentierte vor zahlreichen Gästen aus Kirchen und Gesellschaft die neue Luther-Übersetzung, die anlässlich des Reformationsjubiläums vor wenigen Wochen erschienen ist. „Es ist recht und billig, dass das Reformationsjubiläum mit einer neuen Luther-Übersetzung beginnt“, betonte Henner zu Beginn ihrer Präsentation.

„Ein Ziel gab es bei der Revision der Luther-Bibel von 1984 nicht: nämlich eine Bibel in moderner Sprache herauszubringen“, so Henner. Moderne Übersetzungen gebe es bereits am Markt. Vielmehr habe man sich bemüht, wieder mehr in Richtung Luthers Originalübersetzung zu gehen. „Ein Drittel der Veränderungen lässt sich zusammenfassen als ‚Zurück zu Luther.“ So hätten die 70 Theologinnen und Theologen, die an der Revision beteiligt waren, als ein Kriterium die Treue zur Sprache Luthers definiert. Darüber hinaus habe man darauf geachtet, dass der Bibeltext auch für den Gottesdienst gut nutzbar sei.

Trotz der Änderungen seien viele liebgewordene und bekannte Texte gleichgeblieben. Überhaupt seien Änderungen oft nur erkennbar, wenn man die beiden Bibeltexte – den neuen und den von 1984 – nebeneinander legen würde. „Von den 35.598 Versen sind rund 44 Prozent verändert worden. Vieles davon betrifft aber nur Satzzeichen oder andere Satzstellungen. Lediglich 8,5 Prozent der Wörter wurden verändert“, erklärt Henner. Die meisten Änderungen gebe es im Bereich der Apokryphen, die teilweise komplett neu übersetzt wurden.

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